Archiv des Autors: soli

Samstag 06.10. um 12 Uhr Café gegen Räumungen

Vom 04.-07. Oktober ist RabAZ in Köln, denn das dortige Autonome Zentrum soll abgerissen werden um einem Grüngürtel zu weichen. Kein Scherz. Im Hambacher Forst wird geräumt um einen viel größeren “Grüngürtel” für den Braunkohleabbau und die Profite von RWE zu zerstören.
Viele weitere Häuser und Projekte sind räumungsbedroht: Liebig 34, Potse/ Drugstore, Syndikat, Meuterei, die frisch besetzte Großbeerenstr.17a, HaSi (Halle), Black Triangle (Leipzig). Dazu kommen die Zwangsräumungen von täglich ca. 20 Privatwohnungen allein in Berlin. Es gibt viel zu tun!

Wir laden euch ein zu einem Brunch und Café. In Form eines World Cafés könnt ihr euch zu den verschiedenen Kämpfen informieren. Zudem stellen wir Farbe, Pinsel, Stoffe und weitere Materialien bereit um aktiv zu werden.

Ort: B-LAGE, Mareschstr. 1, Rixdorf/ Neukölln

Wir brauchen mehr selbstverwaltete, unkommerzielle Freiräume!
Zwangsräumungen verhindern!
Gegen die Stadt der Reichen!

RabAZ in jeder Stadt!

Dienstag 02.10. um 18:30 Uhr Treffen der Nachbarinnen und Nachbarn in der Großbeerenstr.17a

Ideensammlung & Weiterentwicklung

Am Dienstag 02.10.2018 um 18:30 treffen sich wieder interessierte Nachbarinnen und Nachbarn in der Großbeerenstr.17a, um Ideen für die Bespielung des besetzten Hauses zu sammeln und weiter zu entwickeln, wie z.B.:

• ein Nachbarschaftsraum für Vernetzung, Austausch & Wissensweitergabe zu aktuellen mietenpolitischen Themen
• ein Straßenfest der Nachbarinnen und Nachbarn, das Gemeinschaft und Sichtbarkeit schafft

Kommt vorbei und mischt mit!

Sonntag 30.09. ab 13 Uhr Soli-Brunch vor der Großbeerenstraße 17A

Nach einer kleinen Pause, machen wir wieder unseren monatlichen Soli-Brunch.

Doch dieses mal nicht wie gewohnt im leider geräumten Kiezladen Friedel54, sondern vor der frisch besetzten Großbeerenstraße 17A in Kreuzberg.

Ab 13:00 Uhr gibt es warme und kalte Speisen (vegetarisch und vegan) und Getränke.
Wenn ihr motiviert seid, könnt ihr gern noch Essen und Trinken mitbringen — je mehr es gibt, desto besser

Der Eintritt ist frei, um eine kleine Spende wird jedoch gebeten. Die Einnahmen des Brunches gehen an Freiraum-Strukturen.

Friedel im Exil

Samstag 29.09. um 18 Uhr Demonstration Liebig34 verteidigen!

Ein Stachel im Fleisch des Kapitals

Das Hausprojekt Liebig34 ist mit anderen Häusern und Initiativen im Friedrichshainer Nordkiez Teil des Widerstandes gegen Aufwertung und Verdrängung. Immer wieder lodern dort Kämpfe gegen die kapitalistische Stadt und deren Vertreter*innen von Eigentum, Politik und Polizei auf. Der Widerschein der Kämpfe ist in der ganzen Stadt gern gesehen und die Freude bei unzähligen Mieter*innen über den widerspenstigen Nordkiez ist groß. Die Liebig34 ist Teil dieses antikapitalistischen Widerstandes aber auch noch etwas eigenes. Etwas eigenes als anarcha-queeres Hausprojekt in feministischer Selbstverwaltung. Aber eben nicht zurückgezogen als bloß antipatriarchales Projekt sondern eingebettet in die Kämpfe gegen Gentrifizierung, Staat und Kapitalismus!

Gegen die Stadt der Reichen und ihre Unterstützer*innen in der Politik

Wie viele andere Hausprojekte in Friedrichshain ist die Liebig34 ein Überbleibsel der Häuserkämpfe der 1990er Jahre. Damals wurde das Haus mit einem Pachtvertrag legalisiert. Dieser läuft im Dezember 2018 aus und der Eigentümer Padovicz will ihn nicht verlängern. Padovicz ist ein Paradebeispiel für den Ausverkauf der Stadt an wenige Reiche. Und er ist ein Paradebeispiel dafür wer die Bedingungen dafür schafft — die Politik. Kommunale Wohnungsbaugesellschaften warfen Padovicz ganze Wohnblöcke zu Spottpreisen hinterher und der Berliner Senat überschüttete ihn jahrelang mit Sanierungsförderungen. Die Politik wollte eine Stadt mit schön sanierten Häusern mit schönen, reichen Menschen drin und nicht mit armen Schluckern. So wie heute auch, nur, dass die Politik heute Krokodilstränen über die hohen Mieten vergiesst und uns mit Beruhigungspillen wie der „Mietpreisbremse“ ruhigstellen will.

Wir sind nicht blöd — wir sind solidarisch!

Aber wir wissen wer die Stadt aufkauft und damit Profit macht und wir wissen auch wer die Vorraussetzungen dafür schafft. Und das wissen auch die meisten Mieter*innen. Zumindest wissen sie mit wem sie solidarisch sind. Das merken wir bei jeder Blockade einer Zwangsräumung. Die Nachbar*innen sind solidarisch mit den Zwangsgeräumten, nicht mit den Eigentümern, Gerichtsvollziehern, Politik oder der Polizei. Mieter*innen sind solidarisch und vernetzten sich. Sei es in Häusern, in Nachbarschaften oder bei gleichen Eigentümern wie Akelius, Deutsche Wohnen und eben auch Padovicz. Hohe Mieten und Verdrängung haben eben auch ihr Gutes. Denn an der Mietenfrage offenbart sich die ganze Barbarei des Kapitalismus: ein existenzielles Bedürfnis wie das nach einer Wohnung wird von Eigentum und Profitmacherei einfach plattgewalzt. Aber aus dieser Zumutung erwachsen eben auch Widerstand, Solidarität und direkte Aktionen. Und die Leidenschaft, die herrschenden Verhältnisse komplett umzuwerfen!

Alle auf die Straße am 29.09. — Liebig34 verteidigen!

Ort: Wismarplatz, Friedrichshain

Mehr Infos: liebig34.blogsport.de und padowatch.noblogs.org

Pressemitteilung 25.09.2018: Auch Pandion ist kein guter Nachbar

Ein neuer Nachbar hat sich angekündigt. Auf den zwei Grundstücken in der Prinzenstraße, Kreuzberg dort wo über 40 Jahre lang die Firma Robben & Wientjes in ihrem Stammsitz Umzugswagen verliehen hat, will die Pandion AG die Gewerbehöfe „The Shelf“ errichten. Im Zuge der Übernahme des Autoverleihers durch die Firma Buchbinder wurden die Grundstücke am Standort Prinzenstraße an Pandion verkauft — mit 1,85 Milliarden Euro Verkaufsvolumen inzwischen sechstgrößter Immobilienwickler Deutschlands.

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21.09.2018: Presse zum Wohngipfel von Seehofer/ Merkel

Weltexpress 21.09.2018
Wohngipfel im Kanzleramt: Mietenwahnsinn oder Wahlversprechungen? – Merkel-Regierung verspricht mehr Bauland, mehr Wohngeld, mehr Sozialwohnungen und noch mehr
Nein, es ist nicht alles schlecht und auch nicht alles wird schlechter. Auf dem heutigen Wohngipfel im Berliner Kanzleramt versprachen Mitglieder der Altparteien, Minister und Kanzlerin sogar ein „besser so“. Das wurde auch Zeit, denn von Wohnungsnot in Städten und Ballungsgebieten der Bundesrepublik Deutschland ist schon seit Jahren die Rede, nebenbei bemerkt: auch von nicht nur steigenden Mieten, sondern sogar von „explodierenden“.

Süddeutsche Zeitung 21.09.2018
Wie der Bund steigende Mieten bekämpfen will
Die Wohnsituation in Deutschland soll mit Hilfe einer „konzertierten Aktion“ verbessert werden. Beteiligt sind Bund, Länder, Gemeinden, Mieter- und Immobilienverbände.Vieles, was nun als Ergebnis vorgestellt wird, steht allerdings auch schon im Koalitionsvertrag.

Süddeutsche Zeitung 21.09.2018
Der Kampf gegen die Not der Städter muss auf dem Land beginnen
Der Wohnungsgipfel soll die Mieter beruhigen, ohne Hausbesitzer zu verprellen. Darum bringt er nichts. Ein Kommentar.

taz 21.09.2018
Viel Bekanntes, frisch verpackt
Die Regierung kündigt eine Wohnraumoffensive und fünf Milliarden Euro für Sozialwohnungen an. Der Mieterbund sieht nur „Symbolcharakter“.

Berliner Zeitung 21.09.2018
Wohngipfel: Bundesregierung kündigt „Kraftanstrengung“ für mehr Wohnungen an
Wohnungsbesichtigungen mit hundert Interessenten. Arbeitnehmer, die aus Kostengründen Anfahrtswege ins Büro von eineinhalb Stunden und mehr in Kauf nehmen. Makler, die unverhohlen Schmiergeld verlangen: Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in deutschen Groß- und Universitätsstädten treibt längst absurde Blüten.

Berliner Zeitung 21.09.2018
Baupolitik braucht eigenen Minister, anstatt Seehofer
Die Deutschen lieben den Konsens, Politik ist hierzulande eher kompromissorientiert. So gesehen ist es grundsätzlich zu begrüßen, dass die Bundesregierung in der Wohnungspolitik den Schulterschluss mit gesellschaftlichen Gruppen und Markt-Akteuren sucht. Der Wohngipfel im Kanzleramt hat am Freitag in der Sache nicht viel Neues gebracht. Ein Kommentar.

Tagesspiegel 21.09.2018
Mehr Wohnungen für weniger Miete — so geht’s
Sozialer Wohnungsbau und ein paar Korrekturen im Mietrecht — Merkels Wohngipfel hat nicht alle überzeugt. Was geplant ist — und wie es besser ginge.

Tagesspiegel 21.09.2018
Darum geht es beim Mietgipfel in Berlin
Angela Merkel erklärt die Wohnungsfrage zur Chefsache. Der Gipfel zum Thema wird von Gegenveranstaltungen und Kritik begleitet.

SPIEGEL Online 21.09.2018
Warum Wohnen so teuer ist — und was dagegen helfen soll
In den Metropolen wird Wohnen auch für Normalverdiener unbezahlbar. Nun will die Bundesregierung eine „Wohnraumoffensive“ starten und lädt zum Gipfel nach Berlin. Was plant sie? Und reicht das?

Berliner Morgenpost 21.09.2018
SPD fordert vor Wohngipfel „Mietenstopp“ für fünf Jahre
Mit dem Wohngipfel will der Bund Signale gegen steigende Mieten und Immobilienpreise setzen. Das Ziel: 1,5 Millionen neue Wohnungen.

Berliner Zeitung 21.09.2018
Sozialwohnungen müssen dauerhaft gesichert werden
Die Bundesregierung lädt an diesem Freitag zum Wohngipfel — das ist im Grunde eine gute Idee. Ein Kommentar.

neues deutschland 20.09.2018
Seehofer hofiert die Wirtschaftslobby
Initiativen kritisieren Einladungspolitik zum Wohngipfel der Bundesregierung.

Presse zum alternativen Wohngipfel 20.09.2018

taz 20.09.2018
Wohngipfel der anderen Art
In Berlin trafen sich Mieteraktivisten zum ersten „Alternativen Wohngipfel“: Dabei waren hohe Expertise und radikaler Realismus.

taz 20.09.2018
Zartes Pflänzchen
Erstmals kommen die wichtigsten Akteure der Mieterbewegung zusammen. Eine Großdemonstration wird es aber auch 2018 nicht geben. Ein Kommentar.

neues deutschland 20.09.2018
Selbst sind die Mieter
Der Alternative Wohngipfel in Berlin fordert bezahlbaren Wohnraum für alle statt Rendite für wenige.

Tagesspiegel 20.09.2018
300 Gruppen demonstrieren gegen Mietenwahnsinn in Berlin
Mieter, Gewerkschaftler und Sozialverbände schmieden ein außerparlamentarisches Bündnis. Ihr „Alternativer Wohngipfel“ mobilisiert 300 Gruppen.