Archiv für den Monat: April 2018

Aufruf

Zusammen gegen #Mietenwahnsinn!

Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit – bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige.

Deutschland hat eine Wohnungskrise.

Besonders in den Städten schießen die Boden-, Immobi­lien- und Mietpreise in absurde Höhen. Als Folge blüht die Spekulation und die Immobilienvermögen wachsen rasant.

Während abertausende Menschen in der Angst leben, aufgrund von Mietsteigerungen und Kündigungen ihre Wohnungen zu verlieren oder keine geeignete Wohnung zu finden, steigt die Rendite für Wenige. Immer mehr Einkommen geht für die Miete drauf. Lohnsteigerungen werden aufgefressen. Vielerorts ist Wohnen zum Armutsrisiko geworden. Die Wohnungslosigkeit wächst. Oft müssen soziale Träger Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen. Diskriminierung und teilweise offener Rassismus erschweren die Wohnungssuche. Unterdessen verliert der Wohnungsmarkt Woche für Woche durch Mieterhöhungen, Wohnungswechsel, Modernisierungen und Kündigungen tausende leistbarer Wohnungen.

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WIDERSETZEN im Weserkiez

WIDERSETZEN im Weserkiez in Motion und Ton – bis morgen!!!

Heute sind wir im Weserkiez dem Herdentrieb gefolgt – und haben es heraus posaunt:

WIR
BLEIBEN
ALLE

Und morgen werden wir noch viel lauter!!!
Nachbarschaftsinitiative Weserkiez

Video: Siehe https://www.facebook.com/ini.weserkiez/

Wir leben auf der Straße

Gestern standen die Menschen rund um die Oranienstraße im Mittelpunkt.
Ein türkis farbener Stuhl auf der Litfasssäule, Banner an den Hausfassaden und auf den Inseln machten von Weitem deutlich: „hier geht was“: die OraNostra, der Kinderladen Bande und der Oranienstraßenblock 196-202 haben zum ZUSAMMENSETZEN aufgerufen.

In zwei eingerichteten Wohnzimmern am HeinrichPlatz machten es sich die Nachbarn gemütlich..plauderten, diskutierten und sahen sich einen Film von Sebastian Kiener an, der beeindruckende Kiezgeschichten von tollen Kiezmenschen in den Mittelpunkt rückt.
Viele Erzählende schrieben im Vorfeld ihre Geschichten auf, die nun in den Schaufenstern der O- Straße zu entdecken sind.

Die Band „Nullachtfuffzehn“ stimmte mit Esther den Demosong an und unterhielten uns alle mit ziemlich langem Atem..schön war’s!

Danke an alle Erzählenden und Helfenden. Wir sehen uns Samstag!!!
# Mietenwahnsinn

Die Demomauer wächst – Freiräume erhalten

Einige #Mietenwahnsinn’s Impressionen von
„East Side Gallery – a Monument to Joy“.

Auch wir fibern dem 14.4 entgegen. Unsere Demomauer wächst. Ganz nebenbei werden bei Laura individuelle Demo-T-shirt’s bedruckt  oder Schilder und Banner bei Hip-Hop selbst erstellt. Graffity-Künstler Felix Dike gestaltet die Mauer.

vom 11.4. bis 14.04. an der Lohmühle – siehe Stadtkarte der Aktionen

und mehr Details im Aktionskalender:

 

 

Vorsicht! Schlupfkrater! Sie verlassen den bezahlbaren Sektor

„Erhalt der R55 als Mietshaus“, von 21 Wohnungen und der Kita – so der Zweck des Reichenberger 55 e.V. Es droht die übliche „Verwertung“ der ALW Immobilien/BOW GmbH: Aufteilung und Verkauf der Eigentumswohnungen – und damit der komplette Austausch der Bewohnerschaft. Der Milieuschutz wird von einem Schlupfkrater im Bundesgesetz ausgehebelt.
Dieser Schlupfkrater bedroht auch die Reichenberger 55, mit einer Aktion vorm Haus wurden die Nachbarschaft ins Boot geholt, und zur Demo am Samstag.

Mehr Infos: https://www.bizim-kiez.de/reichenberger-55-retten/

Noch mehr Fotos

Song-Text Ganz Berlin sitzt auf der Straße

Ganz Berlin sitzt auf der Straße

Ganz Berlin sitzt auf der Straße –
Doch wie konnte das gescheh’n?
Mieten steigen, soll’n vertreiben – uns aufreiben,
doch wir woll’n nicht länger schweigen – nö, wir bleiben!

Das Gemäuer wird zu teuer, – viel zu teuer
Und das geht uns alle an – alle an!
Gibt’s zum Beispiel an Dich die Eigenbedarfsklage,
dann bist auch Du ganz schnell mit dran!

Darum geht ganz Berlin jetzt auf die Straße,
denn wir haben es so satt.
Wir sind viele! Kommt und setzt Euch mit dazu!
Zeigt deutlich: Wir sind diese Stadt!

Block 89 – Wohnzimmer

Am 7. April haben wir eine Aktion in Kreuzberg an der Kottbusser Brücke neben dem Prisma Pavillon gemacht, um für die Mietendemo am 14. April zu mobilisieren. Wir, das ist der Block 89 – bislang die Häuser Fraenkelufer 4 und 8 und die Kohlfurter Straße 46 und 40.

Wir haben ein Wohnzimmer auf der Straße aufgebaut, um das private Thema Wohnen in die Öffentlichkeit zu holen – und uns, ganz nach dem Motto der Aktionstage, zusammenzusetzen. Dazu stellten wir Infotische mit Materialien von der Mietergemeinschaft auf und eine Fotolochwand, durch die man sich für ein Foto in Wonderwoman im Widerstand gegen Mietenwahnsinn verwandeln konnte – das kam vor allem bei den vorbeiziehendenTouristen gut an. Für die Kinder war das Büchsenwerfen, bei dem auf die Deutsche Wohnen gezielt werden konnte, die Hauptattraktion. Außerdem gab es Kaffe und köstliche Kuchen.

Die Aktion wurde sehr positiv aufgenommen. Bei dem schönen Wetter waren viele Menschen am Kanal unterwegs und hatten die Muße, einen Zwischenstopp in unserem Wohnzimmer zu machen. Viele der Besucher*innen erzählten, dass sie in ihren Häusern und Kiezen an ähnlichen Themen arbeiten und in verschiedensten Formen organisiert sind. Das lässt auf eine breite Kampagne hoffen, durch die sich wirklich etwas verändert.

Widersetzen gegen Zwangsräumung im Wedding

Heute Morgen, am 05. April 2018 um 8 Uhr sind solidarische Mieter*innen vor dem Sitz der “Martina Schaale Hausverwaltung” in der Kantstraße 99 in Berlin-Charlottenburg aus Protest zusammengekommen. Mit einer symbolischen Sitzblockade wurde kurzzeitig der Eingang zum Büro der Hausverwaltung blockiert und mit Flyern gegen die drohende Zwangsräumung einer Wohngemeinschaft am 25. April 2018 in der Dubliner Straße 8 in Berlin-Wedding protestiert.

Seit knapp drei Jahren läuft nun der Widerstand der WG gegen die Verdrängungspraxis der Briefkastenfirma Großvenediger GmbH und deren “Hausverwaltung Martina Schaale”. Durch die immer noch andauernde Daily-Soap “Verdrängt in Berlin” [1], wird in bisher mehr als 30 Folgen regelmäßig im Web und im Kiez auf die Situation der Mieter*innnen aufmerksam gemacht. Das Bündnis “Zwangsräumung verhindern” sowie die Stadtteilinitiative “Hände weg vom Wedding” rufen dazu auf die Zwangsräumung am 25. April im Wedding zu verhindern.

Die WG reichte Beschwerde gegen das Räumungsurteil beim Bundesgerichtshof ein. Trotzdem wurde ein vorläufig vollstreckbarer Räumungstitel zugestellt ohne dessen Entscheidung abzuwarten.

Ein beteiligter Aktivist kommentiert: “Es ist inakzeptabel, dass Briefkastenfirmen und Hausverwaltungen in Kooperation mit Gerichtsvollziehern und der Polizei, Berliner Mieter*innen vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Dadurch wird die WG in die Obdachlosigkeit gedrängt.”

Die heutige Protestaktion fand im Zuge der Aktionswoche “Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn” statt. Diese gipfelt am 14. April 2018 in einer berlinweiten Demonstration mit Beginn 14 Uhr am Potsdamer Platz.

Bündnis Zwangsräumung Verhindern

Pressekontakt:
0176 – 92810634

Miethai-Schach

Wir sind zusammen mit unserem Miet-Hai und einem Stapel Flyer in den Gleisdreieck Park gegangen und haben schwedisches Miethai-Schach gespielt. Das hat vor allem Kinder begeistert, was dazu geführt hat, dass wir erst mal erklären mussten, was eigentlich „Miete“ ist 😀
Außerdem haben wir aktiv Leute angesprochen und Flyer in deutsch, englisch und türkisch verteilt. Da der Park zwischen alteingesessenen Kiezen und Neubaugebieten liegt, waren die Reaktionen ebenso gemischt wie die Menschen. Von großer Begeisterung und Leuten, die sogar spontan mit Flyer verteilt haben, über Touristen bis zu „Wir sind WohnungsBESITZER!“ war alles dabei. Das Wetter hat auch mitgespielt, sodass die Aktion uns viel Spaß gemacht hat.